Tierheilpraxis-Meike
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Welpen/Jungtiere

Für die neugeborenen Hunde-und Katzenwelpen ist die Aufnahme von Kolostrum nach der Geburt essentielle, da sie durch die enthaltenen Immunglobuline eine passive Immunisierung erhalten. Aus diesem Grund spielt eine bedarfsdeckende Ernährung in der Trächtigkeit eine wichtige Rolle. Bedarfsdeckend sollte folgendes im Ernährungsplan der tragenden Hündin enthalten sein:

 

Vitamin A

Vitamin E

Pantothensäure

Pyridoxin

Eisen

Jod

Zink

Mangan

Kupfer

 

Die Wirksamkeitsdauer des Kolostrums ist abhängig davon, wieviel der Welpe von seiner Mutter bekam und wie nahrhaft diese ist. Das Kolostrum, welches die Welpen nach der Geburt aufgenommen haben, verbleit ca. 1-2 Monate im Körper des Welpen. Je nachdem wie das Kolostrum im Körper des einzelnen Welpen abgebaut wird, kann sich das auf die Impfung auswirken (Immunologische Lücke).

 

Unmittelbar nach der Geburt ist das Enzym Laktase im Dünndarm der Welpen nachweisbar. Das Enzym Laktase ist wichtig, damit die Welpen den Milchzucker abbauen können. Mit zunehmendem Alter verlieren die Welpen die Aktivität des Enzyms Laktase mit dem sie versuchen den Milchzucker abzubauen. Aus diesem Grund vertragen viele Hunde im Alter keine Milchprodukte mehr.

 

Da die hinteren Zitzen in der Regel mehr Milch abgeben als die Vorderen, sollten die untergewichtigen Welpen, immer an den hinteren Zitzen zum Säugen angelegt werden. Das sollte hier beachtet werden.

 

Zu Beginn können die Welpen noch nicht eigenständig Kot absetzen. Aus diesem Grund sollte der Bauch des Welpen sanft massiert / stimuliert werden, damit der Welpe Kot und Urin absetzen kann. Wird das durch den Menschen nicht gemacht kann es zu Verstopfung und im schlimmsten Fall zum Tode des Welpen führen.

 

Die Salzsäureproduktion im Magen der Welpen beginnt erst ab Beginn der 3. Lebenswoche. Erst ab diesem Zeitpunkt können sich die Welpen vor eindringenden Bakterien schützen. Aus diesem Grund spielt die Hygiene hier eine wichtige Rolle.

 

Ab der 3-4 Woche kann mit der Beifütterung begonnen werden. Der Futterbrei sollte frisch und auf Körpertemperatur erwärmt werden. Dieser Brei sollte mehrmals täglich in einer flachen Schale den Welpen angeboten werden.

 

Die Berechnung der Futtermenge bei selbst zubereiteten Futterrationen richtet sich nach der Wurfgröße. Hierfür eignen sich Milchprodukte, gewolftes Fleisch, gekochte Eier, weichgekochter Reis / Milchreis, oder Haferflocken. Vor dem Verfüttern wird das Futter für die Welpen püriert.

 

Auch bei einer selbst zusammengesetzten Fütterung von Welpen muss auf eine geeignete Mineralienmischung zurückgegriffen werden. Es sollte auch keine Überversorgung / Unterversorgung an folgenden Nährstoffen kommen:

 

Kalzium

Phosphor

Magnesium

Kalium

Natrium
Spurenelementen (Eisen, Kupfer, Zink, Mangan und Jod)

 

Auch an Kohlenhydrate müssen die Welpen erst langsam gewöhnt werden, da die notwendigen Darmenzyme Amylase, Saccharose nicht gleich zur Verfügung stehen, sondern eine Gewöhnungszeit benötigen. Es kann sonst zu Durchfall kommen.

 

Ab dem 18. Lebenstag beginnen die Welpen Salzsäure im Magen zu bilden, mit der sie im Magen Enzyme abbauen können.

 

Aus Milchfett erhalten die Welpen den größten Teil ihrer Energie. Hierfür wird das Enzym Lipase aus dem Pankreas benötigt.

 

Die Welpen werden auch nur so gut mit Muttermilch versorgt, was das Muttertier auch zu fressen bekam. Die Muttermilch setzt sich aus folgendem zusammen:

 

Selen, Jod, Kupfer, Eisen, Vitamin A, D, E und K

 

Welpen, die zu wenig mit Vitamin E und Selen durch die Muttermilch versorgt werden, können an einer Muskelschwäche und an Schluckbeschwerden erkranken.

 

Auch der Vitamin K Gehalt muss ausreichend über die Mutter abgedeckt werden, da die Welpen Vitamin K noch nicht ausreichend im Darm synthetisieren können.

 

Vitamin D3 sollte auch bedarfsdeckend im Ernährungsplan der Welpen einberechnet sein, da die Welpen nicht wie wir Menschen Vitamin D3 selbst herstellen können.

 

Auch der Kalziumbedarf der säugenden Hündin sollte abgedeckt sein, um Eklampsien entgegen zu wirken.

 

Planen auch Sie einen Wurf mit Ihrer Hündin in nächster Zeit und Sie wissen noch nicht wie Sie Ihren Wurf füttern wollen, oder Sie getrauen sich nicht von alleine an die „bedarfsgerechte Frischfütterung“ heran, dann rufen Sie mich einfach an oder kontaktieren mich über meine Email Adresse tierheilpraxis-meike@web.de.

 

Ich würde mich sehr freuen, Sie und Ihre Hündin dabei begleiten zu dürfen.

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